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Buchvorstellungen des Autors

Buchempfehlungen: Winter in Maine

Thema: Das Buch thematisiert die Auswirkungen auf den Menschen, der allein, mit einem Elternteil in Einsamkeit aufwächst.

Julius Winsome wuchs im äußersten Nordwesten der USA in einer einsamen Waldhütte auf. Als der Vater, mit dem er lebte, starb, ist er allein mit 3.000 Büchern und einem Bullterrier Rüden. Er lernt eine Frau kennen, die eine starke Schulter sucht, die sie in ihm findet. Nach einem Jahr wendet sie sich jedoch von ihm ab, da er ihr keine Nähe geben kann. Nachdem sein bester und einiger Freund, der Bullterrier Hobbes’ von Jägern erschossen wird, aus purem Spaß, wie Julius überzeugt ist, beginnt ein grausamer, durch nichts und niemanden aufzuhaltender Rachefeldzug. In jedem dem er begegnet sieht Julius Hobbes’ Mörder und erschießt ihn aus Rache. Er kennt keine Gnade mehr. Und so zieht er in einen einsamen Krieg gegen die Jäger, die sich in seinen Wald verirren, immer in der stillen Hoffnung, schlussendlich den richtigen zu erwischen.

Reinhard Skandera: Ich ertappte mich bei dem Wunsch, dass Julius den Mörder seines Hundes der gerechten Strafe zuführt. Der Autor spielt mit den Gefühlen der Leser. Julius, in den einsamen Wäldern aufgewachsen kennt nur eine konsequente Haltung. Nie würde er Böses tun, weil er es nie kennenlernte. Genauso so grausam gradlinig handelt er in dem Fall, in dem ihm Böses angetan wird. Er will unbedingt Rache. 09.08.2022RS


Buchempfehlungen: Der Reisende

Thema: Auswirkungen auf eine Gesellschaft, die jegliche Moralvorstellungen und bestehende Ordnung radikal über Bord wirft.

Ein jüdischer Kaufmann wird von den Nationalsozialisten aus seiner Wohnung verwiesen. Das bestehende Recht ist wertlos geworden. Eigentumsrechte oder Verträge sind das Papier nicht wert auf dem sie beglaubigt sind. Die Frau zieht zu den Eltern, um in Sicherheit zu sein. Der Kaufmann glaubt noch daran, sein Geschäft retten zu können. Ein Irrglaube wie sich bald herausstellt. Ein Angestellter ergreift die Gelegenheit und bereichert sich schamlos. Ehre ist nichts mehr wert. Es regiert eine Ideologie. Wer ihr angehört, gewinnt, wer nicht verliert, wenn er sich wehrt, auch sein Leben. Der Wohnung beraubt, fährt der Kaufmann mit der Bahn kreuz und quer durch das Deutsche Reich. Hotelübernachtungen meidet er schon bald, denn wenn ihn jemand als Jude erkennt, gerät er in Lebensgefahr. Außerdem trägt er eine große Summe Bargeld bei sich. Hilfe kann er sich nur noch kaufen. Letzter Ausweg bleibt die Flucht.

Autor: Als junger Mann gerade über 2o-jährig flieht er vor den Nazis. Mit 27 Jahren verliert er auf einer erneuten Flucht das Leben durch Beschuss eines deutschen U-Boots.

Reinhard Skandera. Heute kann eine solche Geschichte nicht mehr geschehen? Ich glaube daran nicht. Im Gegenteil, Ehre und Redlichkeit haben gegenüber der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts eher abgenommen. Werte, die der christliche Glaube vermittelt, verlieren massiv an Bedeutung. Man muss nur mit wachem Auge in die Kommentare in den Sozialen Medien schauen. Die „Zukurzgekommenen“, dafür halten sich nach den Kommentaren nicht wenige, würden sich schamlos bereichern. Sie glauben, dass es gerecht ist, weil sie von der Gesellschaft benachteiligt wurden. Ein aktuelles Beispiel ist der Ukrainekrieg. Russische Soldaten bereichern sich an dem Eigentum der Ukrainer. Jedem, der an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen interessiert ist, empfehle ich das Buch. Außerdem ist es auch ein brillant geschriebener Roman. RS04.08.2022

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