Deutsche Romane: Unfried - Die Courage der Ungehorsamen

Deutsche Romane – Eine Buchreise durch die Jahrhunderte

Deutsche Romane. Der 1. Roman aus der Reihe, Unfried – Die Courage der Ungehorsamen, erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Mannes im deutschen Kaiserreich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in einer sozial scharf getrennten Klassengesellschaft will er alle Ketten sprengen.

Deutscher Roman:  "Unfried - Die Courage der Ungehorsamen

Roman aus der Kaiserzeit

Unfried – Die Courage der Ungehorsamen

Reinhard Skandera

5,99 €

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ISBN: 978 300 069168 – 3

Format_ E-Book (EPUB)

Klappentext

Das Buch erzählt die emotionale, bewegende Familiengeschichte der Familie Unfried. Sie verlassen die Heimat, das Sudetenland, um im „wilden“ Westen des Kaiserreiches ihr Glück zu machen. Der Beginn des 20. Jahrhunderts brachte für viele Menschen im deutschen Kaiserreich neue Chancen. Das Zeitalter der industriellen Revolution bringt Bewegung in die verkrusteten Gesellschaftsstrukturen. Der Roman erzählt die ungewöhnliche und ergreifende Lebensgeschichte des ältesten Sohnes Franz. Die Leser erleben seinen Kampf um ein Stück vom Glück mit. Seine Freundschaft zu dem gleichaltrigen Maik verändert das Leben grundlegend. Der Roman erzählt bedrückend realistisch, wie er immer wieder an gesellschaftliche Decken stößt. Auch in der Liebe. Er begegnet einer außergewöhnlichen jungen Frau, die wie er bereit ist, gegen die herrschenden Konventionen zu kämpfen.

Ein völlig unerwarteter Verrat bringt ihn an den Rand der Verzweiflung. Am Ende scheint dennoch alles umsonst gewesen zu sein. Ein einzigartiges Sittengemälde des ausgehenden deutschen Kaiserreiches.

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Roman in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders

Vom Glück des Mannes im Wirtschaftswunderland

(Das Buchprojekt ist geplant für 2023. Es erzählt die Geschichte eines Mannes im Wirtschaftswunderland Bundesrepublik Deutschland. Der Plot beginnt etwa 1970 und reicht bis heute.)

Kaiserreich Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Das Deutsche Kaiserreich war ein Bündnis der deutschen Fürsten und freien Reichsstädte. Es war ein Obrigkeitsstaat, in dem der deutsche Kaiser gemeinsam mit seinem Reichskanzler die Zügel fest in der Hand hielt. Jedoch stand die Fürsten- und Adelsherrschaft dabei in krassem Widerspruch zu einer Gesellschaft, die sich rapide industrialisierte und modernisierte. Mit Sozialdemokratie und Katholizismus standen dem neuen Staat im Innern starke Kräfte gegenüber.

Industrie und Wirtschaft

Nach der Reichsgründung 1871 nahm Deutschland einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Aus dem Agrarstaat wurde ein industriell und großstädtisch geprägtes Land. Der deutsche Roman Unfried – Die Courage der Ungehorsamen spielt in der Zeit von 1904 -1910 und thematisiert diese Entwicklung anhand des Schicksals von vier jungen Menschen. Nach dem sogenannten Gründerkrach löste Deutschland Großbritannien als Nummer 1 der europäischen Wirtschaft ab. Auch in der Weltwirtschaft gewann Deutschland immer mehr an Bedeutung. Der Markenbegriff „Made in Germany“ gewann auf der gesamten Welt einen guten Klang. Zudem blieb Deutschland ein wichtiges Agrarland in Europa.

Industrialisierung

Immer mehr Menschen, die zuvor in der Landwirtschaft arbeiteten, fanden eine Anstellung in der Industrie. Millionen Menschen wanderten seit Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Agrargebieten in die expandierenden industriellen Zentren ab. Wie auch die Familie Unfried in dem Roman Unfried – Die Courage der Ungehorsamen.  Die „alten“ Industrien der „ersten“ industriellen Revolution wie die Montanindustrie und der Bergbau erhöhten kontinuierlich die Produktion und absorbierten immer mehr Arbeitskräfte. Dies galt vor allem für das westliche Ruhrgebiet, wohin auch die Unfried aus dem schlesischen Sudetengebirge zogen. Der Krupp-Konzern in Essen beschäftigte 1917 rund 80.000 Mitarbeiter. Die Gussstahlfabrik Davon 40.000 in der Gussfabrik, die größte weltweit und die bedeutendste Rüstungsschmiede des deutschen Kaiserreiches. Sie sollte zu Deutschlands Untergang maßgeblich beitragen.

Mit der Industrialisierung explodierte der Energieverbrauch. Die großen Jahre der Kohle brachen an. Der Bedarf an Energie wurde vor allem von Stein- und Braunkohle gedeckt. 1913 betrug die Steinkohle- beziehungsweise Braunkohle-Förderung 190 Millionen Tonnen. Der Roheisenbedarf stieg exorbitant, insbesondere für die Herstellung der Transportmittel für den Bahn- Und Schiffstransport. Eisenbahnen erlaubten den Transport von Rohstoffen aus dem gesamten europäischen Raum. Die Handelsschifffahrt transportierte Rohstoffe aus der gesamten Welt und lieferte im Gegenzug deutsche Produkte.

Deutsche Außenhandelsstatistik 1909
Deutsche Romane: Außenhandelsstatistik 1909
Neue Leitfaktoren

In den Jahren vor dem 1. Weltkrieg brummte die deutsche Konjunktur. Denn neu entstehende industrielle Bereiche entwickeln sich rasant. Der Maschinenbau, die Chemieindustrie und die Elektroindustrie gewannen an Bedeutung, da sie massenhaft neue Arbeitsplätze schufen. In der Chemischen Industrie und der Elektrotechnik errang Deutschland Weltrang, weil das Zusammenspiel zwischen Forschung und Kapital hervorragend funktionierte. Das erlebte einen Investitionsschub, der die Schaffung massenhafter Beschäftigung nach sich zog.

Die industrielle Klassengesellschaft

Die Industrialisierung mündete in einer Gesellschaft, in der sich die Lebenswelten von Bürgertum und Arbeiterschaft erheblich unterschieden. Zudem gab es zwischen diesen Welten fast keinen Austausch. Bildungsniveau, Wohnverhältnisse und kulturelle Lebensformen zeigten die krassen sozialen Unterschied. Ein Klassenkampf zwischen Arbeit und Kapital entwickelte sich. weil die über Generationen gewachsene Arbeiterschaft gemeinsame soziale und politische Interessen erkannte. Es war die Geburtsstunde der Gewerkschaften, der Konsum- und Bildungsvereine und der sozialdemokratischen Partei. Innerhalb der Arbeiterbewegung entwickelten sich zwei Strömungen. Nämlich ein radikalerer, der schnell zum Streik neigte, und die wirtschaftsfreundlicherer christlichen und liberalen Bewegungen. Dominierend wurden die radikaleren Gruppen.

Unternehmen lehnen Gewerkschaften ab

Unternehmen und ihre Verbände lehnten die Gewerkschaftsbewegung zunächst strikt ab. Denn insbesondere in den Großbetrieben der Schwerindustrie sah man sich als Herr-im-Haus. Krupp in Essen lancierte »gelbe« Betriebsgewerkschaften, die eine Marionette der Betriebsleitung war. Sozialdemokraten wurden auf schwarze Listen gesetzt, um ihnen eine Beschäftigung unmöglich zu machen. Trotz Streiks, Aussperrungen sogar bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen, gelang es nicht verbindliche Tarifverträge abzuschließen. Jedoch in den kleinen und mittelständischen Betrieben gelang es den Gewerkschaften durch zähen Kampf tarifvertraglich geregelte Arbeitsverhältnisse zu schaffen.

Keine homogene Klassen

Allerdings darf man sich trotz dieser Klassentrennung weder das Bürgertum noch die Arbeiterschaft als homogene, gar die ganze Gesellschaft beherrschende soziale Formationen vorstellen. In der Arbeiterschaft gab es eine ausgeprägte Hierarchie zwischen relativ gut verdienenden Facharbeitern auf der einen, wesentlich schlechter gestellten an- oder ungelernten Arbeitern auf der anderen Seite. Eine besondere Rolle spielten ferner die Hausangestellten und die Landarbeiter, die sich zumeist nicht dem Proletariat zugehörig fühlten.

Kerngruppen des Bürgertums

Die Kerngruppen des Bürgertums waren ebenfalls repräsentierten keine einheitlichen Gruppen. Es handelte sich vor allem um akademisch gebildete Bürger im gehobenen Staatsdienst und in den freien Berufen und die immer stärker in den Vordergrund tretenden Wirtschaftsbürger, die die neuen Großunternehmen leiteten. Zwar machten sie nur wenige Prozent der Bevölkerung aus, und sie mussten ihren gesellschaftlichen Führungsanspruch mit einem Adel teilen. Der besaß zudem noch immer einen privilegierten Zugang zu den Schalthebeln der staatlichen Macht. Zum Bürgertum zählten ferner die selbständigen mittelständischen Gewerbetreibenden, die allerdings an Prestige, Einfluss und Einkommen mit dem Großbürgertum nicht Schritt halten konnten. Hinzu kamen viele Zwischengruppen mit gehobener, aber nicht universitärer Bildung und bald auch der sog. neue Mittelstand, die schnell expandierende Gruppe der Angestellten.